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The Two Town Story
Mit der Betreuung
deutscher Kriegsgefangener in London startete vor 60 Jahren die grenz-überwindende
Aktivität einiger junger Leute in Dagenham, die zu einer lebendigen
Städte-Freundschaft und vielen gemeinsamen Aktivitäten führte.
Nach 25 Jahren regelmäßigem Austausch schrieb Arthur Durrant,
der Londoner Initiator dieser Aktivität, seine Erinnerungen nieder
in der „Two Town Story“. Es war ein 216 Seiten starkes Buch,
das aus verkleinerten Schreibmaschinen-Seiten bestand und nicht bebildert
war. Schließlich waren die Kosten für Illustrationen, vor allem
die Klischees, noch sehr hoch.
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In Witten war immer wieder davon gesprochen worden, die Geschichte auch
auf Deutsch vorzulegen, doch dann klappte es nie damit. Jetzt nahm der
Barking and Dagenham / Witten Club das Jubiläum des ersten Kontaktes
zum Anlass, eine zweisprachige illustrierte Version vorzulegen. Vorsitzender
Rolf Ostermann verteilte die druckfrischen ersten Exemplare an die englischen
Gäste, die zur Zwiebelkirmes nach Witten gekommen waren.
Doch bis dahin war es ein weiter Weg. Erst einmal galt es, die Grundlagen
für dieses Buch zu erarbeiten. Das übernahmen Bürgermeister
a.D. Klaus Lohmann und Erich Bremm. Schon bald stellte sich heraus, dass
das Buch in der vorliegenden Form kein großes Interesse finden konnte.
Die Beschreibung von Ausflügen und gemeinsamen Mahlzeiten ist nach
so langer Zeit nicht mehr spannend. Andererseits fanden sich erinnernswerte
Details wie das Tauziehen mit der Dagenhamer Verwaltung wegen der Lebensmittelkarten
für die Gäste oder die Trümmerberge in deutschen Städten,
das Abenteuer der ersten Flugreise …
Die Konsequenz: Nur das bewegende Vorwort und die Texte der ersten Austausch-jahre
kamen komplett in das Buch. Darüber hinaus wurden Zitate zu Themenblöcken
zusammengestellt. Das alles soll Appetit machen auf das Studium des kompletten
Textes, der auf einer CD in Englisch und in Deutsch beigefügt ist.
Bilder zusammenzutragen war die eine Sache, die richtigen Namen und Jahreszahlen
dazu herauszufinden eine andere. Langwierige Recherchen, in Barking and
Dagenham so gut wie in Witten, waren unvermeidlich. Erstaunlicherweise
ließ sich ein großer Teil der Fakten auch nach so langer Zeit
noch ermitteln.
In der zweiten Phase der Realisierung war dann eine große Zahl von
Helfern am Werk. Birgit Legel-Wood und Paul Wood korrigierten die vorgelegten
Übersetzungen und brachten die hinzugefügten Texte in ein Englisch,
dass nicht den Spott der Muttersprachler heraufbeschwört. Sylvia
Smart sorgte für das Layout, Michael Ritzki kopierte und bedruckte
die Platten mit dem kompletten Text. Die Liste der Beteiligten ist noch
viel länger.
Auch für die Übersetzungsarbeit hatten sich viele freundliche
Helfer gefunden, die zum Teil auch schon ans Werk gegangen waren. Doch
dann entdeckte Klaus Völkel im Keller des Rathauses einen Ordner
mit dem kompletten deutschen Text, der kurz nach der englischen Veröffentlichung
erarbeitet, dann aber vergessen worden war.
Der Barking and Dagenham / Witten Club gibt das Buch einschließlich
der CD gegen eine Schutzgebühr von 10,00 € ab. Es ist bei den
Buchhandlungen Krüger und Lehmkuhl und beim Verkehrsverein an der
Ruhrstraße erhältlich.
Bericht von Erich Bremm
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