|
|
|
Geschichte
von Barking and Dagenham
Die Siedlungsgeschichte
von Barking and Dagenham kann bis zur Steinzeit zurückverfolgt werden.
Die beiden Stadtbereiche gelten als früheste angelsächsische
Siedlungen der Grafschaft Essex. Bekannt wurde das Gebiet in normannsischer
Zeit (11. Jahrhundert), als Wilhelm der Eroberer in Barking Abbey Quartier
nahm, bis der Tower in London fertig wurde. Barking Abbey, 666 gegründet,
war das grösste und eines er ersten benediktinischen Nonnenklöster
in ganz Großbritannien. Im Zuge der Verfolgung der katholischen
Kirche unter Heinrich 8. wurden die Nonnen vertrieben und das Kloster
zerstört.
Über viele Jahrhunderte spielte die Landwirtschaft eine wichtige
Rolle in diesem Teil des heutigen Londons. Die großen Ländereien
in Barking wurden hauptsächlich für Rinder- und Schafzucht genutzt,
während die Flächen Dagenhams vorwiegend in Kleinbesitz aufgeteilt
waren und auf fruchtbarem Boden eine gemischte Landwirtschaft mit Kartoffel-,
Weizen-, Obst- und Gemüseanbau hervorbrachte.
Der Fischfang in der Themse war vom 14. bis zur zweiten Hälfte des
19. Jahrhunderts der wichtigste Gewerbezweig. Gute Fänge aus der
Barkinger Bucht versorgten den Londoner Markt. Außerdem wurden hier
die Schiffe der königlichen Flotte repariert und gewartet. Der Rückgang
der Fischerei kam mit der Entwicklung der lEisenlbahnen, als die Seehäfen
der Ostküste für den Londoner Markt schnell erreichbar wurden.
Der Grundstein für die Industrialisierung wurde 1887 gelegt, als
der Industrielle Samuel Williams die Wasserseite von Dagenham zu einer
bedeutenden Hafenanlage lumbauen ließ. Zwischen 1929 und 1931 baute
die Ford Motor Company eine Produktionsanlage auf. Das Werk beschäftigte
1994 noch 9000 Menschen und hat seither durch Rationalisierungen und Produktionsverlagerungen
wesentlich an Bedeutung verloren. Trotz der Arbeitsplatz-Verluste in der
Großindustrie wächst die Bevölkerungszahl in Barking and
Dagenham beständig. Trotz der im Vergleich zu Witten viel größeren
Bevölkerungsdichte wohnen die meisten Einwohner noch immer in Reihenhäusern.
Kein anderer der 32 Stadtbezirke Groß-Londons hat so viele kleine
Häuser.
Fotos:
Alt-Dagenham (ganz oben), Eindrücke von Barking.
|
|




|
|
|